M I G A
#485665 / aantal kerenIm Iran werden von internationalen Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen seit Jahren zahlreiche Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Zu den wichtigsten Vorwürfen gehören:
1. Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit
Kritiker der Regierung, Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle werden häufig verhaftet oder
verfolgt. Friedliche Demonstrationen werden oft gewaltsam aufgelöst. Sicherheitskräfte sollen bei
Protesten rechtswidrige Gewalt angewendet und Demonstrierende getötet haben.
2. Unterdrückung von Frauenrechten
Die staatliche Pflicht zum Tragen des Hijabs (Kopftuchs) wird weiterhin durchgesetzt.
Frauen, die gegen die Verschleierungspflicht protestieren, riskieren Festnahmen, Haftstrafen oder
andere Strafen. Menschenrechtsorganisationen berichten von gezielten Maßnahmen gegen Frauenrechtsaktivistinnen.
3. Folter und Misshandlungen
Berichte nennen Folter, erzwungene Geständnisse, Misshandlungen in Haft sowie Fälle von
Verschwindenlassen.
Körperstrafen wie Auspeitschungen und Amputationen werden weiterhin verhängt und vollstreckt.
4. Todesstrafe
Der Iran gehört zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
Internationale Organisationen kritisieren die Anwendung der Todesstrafe nach unfairen
Gerichtsverfahren sowie gegen politische Gegner, Protestierende und Angehörige von Minderheiten. Die Zahl der Hinrichtungen ist in den letzten Jahren weiter gestiegen.
5. Diskriminierung von Minderheiten
Ethnische Minderheiten wie Kurden und Belutschen sowie religiöse Minderheiten, darunter Bahai,
Christen und sunnitische Muslime, berichten über Benachteiligungen und Verfolgung.
Angehörige dieser Gruppen sind überdurchschnittlich von Verhaftungen und Todesurteilen betroffen.
6. Einschränkung der Religionsfreiheit
Der Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion kann schwerwiegende Konsequenzen haben.
Angehörige religiöser Minderheiten werden laut Berichten teilweise an Bildung, Beschäftigung oder religiöser Ausübung gehindert.
7. Internetzensur und Überwachung
Viele Webseiten und soziale Medien sind gesperrt.
Während Protesten wurden wiederholt Internetabschaltungen oder starke Einschränkungen des
Netzzugangs dokumentiert.
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